RUNA Urban Survival Tipp 8

Urban Survival Tip 8:

Kreisch, das Zelt ist weg und es ist Wald um mich herum (III)

Der Lagerbau 2

Das Laub ist aus, denn ich befinde mich in einem dichten Nadelwald.
Hier bist du im Unterkunft Paradies des Outdoor Überlebenden. Weicher Boden, immer genug Lagerfeuerholz um dich, und im Idealfall freie Sicht auf nahende Gefahren. Wähle daher deinen Lagerplatz immer so, dass du gute Sicht hast und trotzdem nicht gesehen werden kannst. So kannst du deine Bekanntschaften selbst aussuchen, (siehe Tipp 3). Liegen große gefällte Bäume herum, dann wäre dies ein guter Platz für dein Lager. Wenn, und NUR wenn der Baumstamm ganz auf dem ebenen (!) Boden aufliegt, kannst du ihn dir näher ansehen ob er für dein Lager geeignet ist. Im Idealfall bildet sich zwischen dem Stamm und den Ästen, die bis auf den Boden reichen, ein kleiner bis mittelgroßer Hohlraum. Diesen kannst du nutzen. Vorausgesetzt der Stamm ist wirklich stabil und rollt bei Sturm, Wetter und deinem Hantieren nicht weg und erdrückt dich. Falls du Zweifel hast, suche dir einen stabileren Baum, der Wald ist voll damit. Ideal wäre ein Baum unter dem sich eine kleine Bodenvertiefung befindet.

Du hast endlich deinen Baum gefunden, wie machst du daraus das Palais Borkenkäfer?
Leg zusätzlich feste und dicke Äste im Winkel von 45 Grad an den Baum, im Bereich des Hohlraums, an dem du lagern willst, an. Quer dazu flechtest du dünnere Äste ein. Das stabilisiert und schützt dich zusätzlich vor Wind und leichten Regen. Liegen keine brauchbares Astwerk herum musst du zu deinem Messer greifen und dir die Äste von den Bäumen abschneiden. Darum auch das Messer mit der teilgezahnten Klinge, wie im Tipp 2 angeführt. Hast du eine Plane bei dir, arbeite sie so wie in Tipp 7 beschrieben ein. Mit dem Lagerfeuer musst du hier besonders achtgeben. Alles hier wartet nur darauf spontan zu oxidieren, also zu verbrennen. Wenn du dich jetzt nicht benimmst wie ein Pyromane auf verfrühten Hafturlaub, dann hast du gute Chancen die nächsten Stunden zu überleben.

 FAQ:

Welche Gefahren drohen mir in der Baumstamm Option?
+ Dass du vom wegrollenden Stamm erdrückt wirst.

+ Dies kann auch passieren wenn die Äste, die den Baum stützen, abbrechen oder nachgeben. Der Baum muss daher flach liegen und darf nicht gebogen sein, denn er kann durch die Spannung abbrechen und ein Teil des Stammes schlägt wie eine große Fliegenklatsche auf den Boden auf. Vorteil: Du brauchst kein Begräbnis mehr, denn Bruder Baum pusht dich einen Meter tief in den Boden hinein. Nachteil: Dieser Spaß geht nur 1x.

 Welche Gefahren gibt’s noch?
+ Vom Verbrennen durch unsachgemäßen Umgang mit Feuer abgesehen, kann natürlich auch vorkommen, dass du den tragenden Ast deiner Unterkunft absägst.

+ Zecken leben bodennah, also in Wiesen, Unterholz und flachen Sträuchern. Du lebst genau in ihrem Paradies. Sie gehen nicht aktiv auf die Jagd, sondern sie warten darauf, dass sie sich an einem sehr dicht vorbeigehenden Warmblütler anhängen können.

+ Wespennester gibt’s auch im Boden. Erdwespen sind ebenso humorlos wie ihre anderen Kollegen. Hier hilft nur davonlaufen und das im Schweinsgalopp.

+ Schlangenpanik will ich jetzt nicht auslösen, aber sie leben gerne im Wald. Auch bei uns gilt Outdoor: Schuhe und Bekleidung gut ausklopfen und nachsehen, bevor du sie anziehst.

+ Waldameisen. Manchmal siehst du an der Anwesenheit eines Ameisenhügels, die Ungünstigkeit deiner Lagerstelle. Achte auf Baumstümpfe. Haben sie viele kleine bis mittelgroße Löcher, dann kann dies auf eine unterirdische Ameisenkolonie hinweisen.

+ Wildlebende Hunde. Wohin verschwinden die Tausenden Hunde die in der Urlaubszeit an der Autobahn ausgesetzt werden und sich selbst befreien können? Die fahren sicherlich nicht per Autostopp ins nächste Tierheim, sondern … . Nicht Wölfe oder Bären musst du fürchten, die Hunderudel sind es. Wenn es sich mit dem Platz ausgeht, ist Pfefferspray sicher eine gute Kurzzeitlösung. Bärenspray, ist nicht in allen Ländern erlaubt, aber die beste Lösung für das Hundeproblem.

Du siehst, bodennah biwakieren ist sehr gefährlich.

 

 Kreisch, das Zelt ist weg und es ist Wald um mich herum (IV) Alles was hoch genug schwebt kann schwer in den Hintern gebissen werden Teil 1, erscheint in den nächsten Tagen hier auf meinem Blog oder in einer sehr spannenden Geschichte verpackt:

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auch als eBook:

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Viel Spaß beim Erforschen der RUNA Welt

wünscht euch Tom S. aus W.

 

RUNA Urban Survival Tipp 7

 

Urban Survival Tip 7:

Kreisch, das Zelt ist weg und es ist Wald um mich herum (II).

Der Lagerbau

Du hast das Glück und du befindest dich in einer vegetationsreichen Gegend?

Such dir einen dichten Busch. Schaffe auf der windabgewandten Seite eine kleine Höhle, in der du dich und deine Ausrüstung unterbringen kannst. Wenn es trocken ist hast du jetzt eine windgeschützte Unterkunft. Du kannst dir vor dem Buschhöhleneingang (ca. 1,5 Meter) ein kleines Feuer machen, das dich wärmt und dir gute Gedanken beschert. Achte nur darauf, dass das Holz trocken ist und das Feuer nicht zu groß wird. Du willst dir ja nicht deine neue trockene Unterkunft abfackeln. Wenn es kalt ist, dann kannst du deine Aluschutzdecke aus dem Rucksack nehmen und dir entweder umhängen oder auf der Rückseite deiner kleinen Höhle anbringen, sodass die Wärme des Feuers wieder zurückreflektiert wird. Dein vorher kalter Rücken wird es dir danken.

Was tun wenn es aus tausend Kannen gießt?
Schnapp dir dein Messer und schneide dir blätterreiche Äste von Laubbäumen ab. Die legst du dann über deine kleine Buschhöhle. Verankere sie gut, denn nichts bläst besser als der Nordwind. Du kannst dir aber auch Plastikplanen oder große Plastiksäcke zuvor auf dein Dach legen. Dank unserer enthemmten Wegwerfgesellschaft liegen viel Müll und schwer verrottbare Plastikteile herum. Wenn du das Glück hast und findest auf deinem Weg eine leichte aber dennoch stabile Plastikplane von etwa 2 qm, dann schnapp sie dir. Jetzt kannst du sie brauchen. Lege einfach das Plastikteil auf dein Höhlendach, dann eine dicke Schicht Äste darüber. Zusätzlich kannst du die Plane mit deiner Bandschlinge gegen Wind fixieren.

Tipp fürs Feuermachen:
Mach die Stelle, an der du dein Feuer entzündest, frei von allen Brennbarem!
Du willst ja nicht den Wald oder die Büsche abfackeln? Sind größere Steine (ab Faustgröße) in deiner Nähe, schaffe damit einen dichten Ring um deine geplante Feuerstelle. Ist der Boden feucht, dann kannst du ein Stück Alufolie in die Mitte des Ringes legen. Eine gute handvoll Holz oder was du sonst Brennbares gefunden hast darauf. Dann einen Grillanzünder mittendrauf legen und anzünden. Brennt das Ding, dann legst du eine Handvoll Holz o.Ä. darauf, wenn dieses gut zu brennen begonnen hat, dann kannst du noch etwas mehr nachlegen. Bockerln (Tannenzapfen) brennen lange (wegen den hohen Harzanteil im Kern) und machen schnell eine optimale Glut. Vergiss aber nie, dass es keine Feuerwehr mehr gibt, und niemand da ist der dich aus einem Waldbrand  rettet.
Also benimm dich und übertreib es nicht.

FAQ:

Plastik und Müll, der ja auch gut brennt, kann ich das auch verwenden?
Himmel, Arsch und Zwirn! Gegen die Müllverbrennungsanlage hast du wegen der gesundheitlichen Gefahren unterschreiben und jetzt willst du dich in eine selbstgebaute reinsetzen?

Das Feuer gerät außer Kontrolle, was soll ich tun?
Wenn du deinen Feuerstellenplatz herrichtest, dann grabe (Messer) ein kleineres Loch (dieses kannst du dann zur Trinkwassergewinnung, siehe Tipp 10, verwenden). Den Aushub kannst du später  auf das Feuer werfen um es zu ersticken. Aber mit Schmackes. Wirfst du die Erde/Sand zu fest auf die Glut, kannst du durch den daraus entstehenden Funkenflug ein flammendes Inferno auslösen in dem du im Mittelpunkt stehst.

Jetzt brennt der Wald. Wohin soll ich rennen?
Immer GEGEN den Wind. Sieh aber auch wohin das Feuer wandert, denn es braucht Luft, daher saugt es diese an.

Die Nacht/Rast ist um und ich ziehe weiter. Das Lagerfeuer hat noch Glut, soll ich es löschen?
JA! Alleine schon aus Selbstschutz. Du ziehst eine Stunde weiter, an der Lagerfeuerstelle bläst der Wind hinein, Funken fliegen, und der Wald oder das Unterholz beginnen zu brennen. Dreht der Wind in deine Richtung, bist du Geschichte.
Und bedenke: Du bist nicht alleine auf der Welt.

Muss ich etwas bei der Auswahl der Bockerln (Tannenzapfen) beachten?
Ja, sie sollten bereits offen sein. D.h. die Schuppen sind nicht mehr geschlossen sondern weit geöffnet. Wirfst du ein geschlossenes Bockerl ins Feuer, bekommst nach einigen Minuten einen Herzinfarkt, denn mit einem lauten Knallen öffnen sich die Schuppen. Nach dem Knaller brennen sie aber ebenso gut wie die offenen Kollegen.

Ich werde verfolgt. Wie mache ich da ein Feuer?
Kommt darauf an wer du bist. Jakob, der Leuchtturmwärter, kann einfach nicht anders. Chris aus RUNA würd sich auch nix pfeifen. Dir aber, lieber stressfreier Flüchtiger, würde ich raten dich in deinen Schlafsack und die Aludecke fest einzupacken und sich den Stress mit nächtlichen Überfällen zu ersparen.

Gibt es für den Lagerbau einen wichtigen Rat?
Ja. Halte deine Ausrüstung, insbesondere deinen Rucksack und deine Füße immer trocken.

 

Kreisch, das Zelt ist weg und es ist Wald um mich herum (III) „Der Lagerbau 2“, erscheint hier im RUNA-BLOG, auch im AUTOR-BLOG (https://thomasschopper.wordpress.com/) oder in einer sehr spannenden Geschichte verpackt: http://dipiana.com/runa/?cat=8

Viel Spaß beim Erforschen der RUNA Welt.

 

RUNA Urban Survival Tipps 5 & 6

Urban Survival Tip 5:

Die Unterkunft I

Dein Notfallrucksack ist jetzt mit den wichtigsten Dingen bepackt. Was fehlt noch?

Wenn du auf der Flucht bist, dann musst du ständig in Bewegung sein, also brauchst du eine transportable Unterkunft. Du kannst dich aber auf dein Glück verlassen und darauf hoffen, dass du jeden Tag eine trockene, warme und winddichte Raststätte findest. Was wenn nicht?

Ein Zwei Mann Kuppelzelt hat etwa ein Gewicht von 2,5 Kg. Kostenpunkt € 200 -300.-. Es gibt für den Expeditionseinsatz auch teure Zelte mit viel geringerem Gewicht, aber … genau, tragen musst du das Luder und nicht dein Sparefroh.

Biwaksack und ein 2 Mann Schlafzelt wären Alternativen, die sich aber nur für trockene, warme und windarme Regionen eignen. Da würde sogar ein warmer Mumienschlafsack ausreichen, wir aber leben mitten in einer klimatischen Veränderung, die für den Outdoor Anfänger jenseits seiner Vorstellungskraft liegt.

Die Natur ist nicht gefährlich, die Unwissenheit ist es.

Daher packen wir auf unseren Rucksack:
Ein 2 Mann Kuppelzelt, einen Outdoorschlafsack (bis -15 Grad).

 

FAQ:

Wie sollen diese großen Dinge in den Rucksack hineinpassen?
Schlafsack wird am Boden des Rucksacks angebunden. Das Zelt obendrauf oder seitlich. Sieh dir Tramps oder Obdachlose an wie die ihre Rucksacklogistik gestalten. Siehe, lerne und gib ihnen etwas.

 Wer soll den schweren Rucksack tragen?
Was rollt muss nicht geschleppt werden. Leiterwagen, Fahrrad und sogar der alte Kinderwagen aus dem Keller bekommen jetzt einen neuen Verwendungszweck. Ideal sind die Kinderanhänger für das Fahrrad, die haben große Räder und ein wasserdichtes Dach. Faustregel, je größer die Räder umso besser. Vergiss Einkaufswagen und Ähnliches.

Wird der Schlafsack nicht nass, wenn er außen am Rucksack hängt?
Ohne Rucksackregenhülle sicherlich. Die gibt’s bereits um € 14.-. Du kannst aber auch mit Folien improvisieren.

Hey! Ich hab ein Auto, kann ich das benutzen?
In einem Notfallszenario, und das ist eine Flucht allemal, sind mehrere Menschen, so wie du, unterwegs. Meistens hysterisch, panisch und very undiszipliniert. Sieh mal bei einem Regen, zur Hauptverkehrszeit, auf die Straße. Stell dir das Chaos x 10² vor. Die Auto Idee funktioniert maximal 100 Meter. Selbst ein Geländewagen wird im Stau auf ein Stück unbewegliches Metall reduziert. Wenn ein starker Sonnenflare die Erde trifft (schon geschehen 1859) sind alle Trafos, Zündspulen, Transistoren … durchgebrannt und nutzlos.

Was kann ich tun, wenn ich Zelt, Schlafsack oder Biwaksack verloren habe oder gar nicht besitze? Das erfährst du weiter unten oder in einer sehr spannenden Geschichte verpackt: http://dipiana.com/runa/?page_id=117

Viel Spaß beim Erforschen der RUNA Welt.

 

 

Urban Survival Tip 6:

Kreisch, das Zelt ist weg und es ist Wald um mich herum (I):

Deine mobile Unterkunft ist Opfer von Naturgewalten oder Dieben geworden und die Nacht naht schneller als die Kälte, die dir bereits tief in die Knochen schleicht?

Nicht verzweifeln dir kann geholfen werden. Du hast die Tipps 1 – 5 bereits gelesen und hast noch deinen Rucksack bei dir? Somit hast du die wertvollsten Gegenstände (Grillanzünder, Feuerzeuge und Messer) in deiner momentanen Situation.Suche dir ca. 2 Stunden vor Sonnenuntergang einen geeigneten Lagerplatz. Er sollte trocken, windgeschützt sein und in einem ungefährlichen Gelände liegen.

Gefährliche Gelände sind:

+ Bachbett und ufernahe Regionen
In der Natur, also so im richtigen Leben, kann ein kleiner Wolkenbruch ein ausgetrocknetes Bachbett innerhalb kürzester Zeit in einen reißenden Bach verwandeln. Bäche, die idyllisch dahinplätscherten, können schnell in alles mitreißende Flüsse werden. So schnell kannst du gar nicht die Böschung hinaufhetzen, wie dich die Flut mitreißt. Die Willkommens-Welle führt folgende Zutaten für deine Pulverisierung mit sich: Steine jeder Größe, Sand, Schlamm, scharfkantige Holzteile, Bäume, Unachtsame Wanderer, Müll, und alles was sonst in einem Bachbett herumliegt, wie Telegrafenmasten mit armlangen Eisennägeln  

              Fazit: Ein gutes Bachbett ist eines aus der Ferne. Gilt auch für Wanderungen.

+ Am Fuß von steilen und mittelsteilen Hängen Gefahr durch Wassermassen und Murenabgang.

+ Direkt unterhalb von Felshängen Steinschlaggefahr.

+ Am höchsten Punkt eines Hügels oder Berges  Blitzschlag. Hochalpin zusätzliche Gefahr durch Wetterstürze.

+ Direkt auf einem Weg Dein Zelt wurde dir schon gestohlen, bist Maso?

+ Am Randwald Bei Sturm kommt es dort sicher zu abbrechenden Ästen oder gar Bruder Baum legt sich flach. Also etwas weiter in den Wald hinein, wenn es nach Sturm aussieht. (Wettertipps folgen)

+ In Bodensenken Gefahr, dass du bei Starkregen in der Nacht sicher absäufst.

+ In der Nähe von AKWs Dort sollte sowieso niemand wohnen. Sind wir aber auf der Flucht wegen eines Sonnenflares, der die elektronischen Geräte zerstört hat, dann werden die AKWs auch nicht mehr gekühlt. Fukushima überall. Also besorge dir eine Karte (am besten von deinem Kontinent) und zeichne alle AKWs darauf ein. Das sind die Gebiete um die du einen 200 km Bogen machen solltest.

+ Unter Sendemasten und Hochspannungsleitungen Blitzschlaggefahr. Auch wenn das Unwetter noch Kilometer entfernt ist, kann dich der Blitz überraschen.
Eiche weiche und Buche suche, ist ein Schmarrn. Der Blitz bzw. die elektrische Energie lebt nicht nach dem Motto: „Heut ist keine Eiche da, drum entlad ich mich nicht“. Daher meide generell die unmittelbare Nähe zu alleinstehenden oder großen Bäumen. Hocke dich auf den Boden und mach dich klein.
Beispiel: Der Baum ist durch das Unwetter nass, der Blitz schlägt in ebendiesen ein, Wasser verdampft, Dampf expandiert und zerreißt dabei die Baumrinde. Diese Schrapnelle fetzen jetzt mit der für Baumrinde zulässigen Höchstgeschwindigkeit durch die unmittelbare Gegend.
Faustregel: Umso glatter die Baumrinde, desto weniger Schrapnelle. Jetzt kennst du den Abstand der von Nöten ist.

+ Bei einigen Lagerstellen sagt dir der gesunde Menschenverstand, dass du besser weiterziehst anstatt dort zu lagern Große Menschenansammlungen, auf Hauptstraßen, in der Nähe von Wespennestern, bei deiner/deinem Ex …

 Jetzt weißt du wo nicht

Geeignet wären:

+ Höhlen. Optimaler Schutz vor Wetter, Wind und erhöhter Strahlenbelastung (Sonne, AKWs).
Nachteil: Der Bär wurde in einigen Regionen wieder angesiedelt. Bruder Bärs Anwesenheit riechst du im Normalfall sofort. Geh mit Gott, aber mit einem schnellen. Aber Achtung! Auch in einer scheinbar sicheren Höhle kannst du bei Starkregen ersaufen! Wenn du in einer Höhle ein Feuer entzündest, dann achte unbedingt auf guten Rauchabzug, denn nichts fetzt den Endzeitpionier besser weg als die allseits beliebte Rauchgasvergiftung.

+ Auf der windabgewandten Seite eines dicken Baumes.

+ Verlassene Gebäude. Bitte nichts mutwillig zerstören, denn nach dir könnten auch andere diese Unterkunft benötigen. Auch in dunklen Zeiten und unbeobachtet gilt: Vorleben ist besser als dumm reden.

Kreisch, das Zelt ist weg und es ist Wald um mich herum (II) Der Lagerbau geht hier auf dem RUNA BLOG weiter.

 Viel Spaß beim Erforschen der RUNA Welt.

 

 

Interview TS vs CHRIS

CHRIS: Hallo Tom.

TS: Servus, König der Pechvögel.

CHRIS: Heute geht’s um dich und RUNA. Bist du vorbereitet?

TS: Ich bin entspannt wie immer. Hauptsache ist, dass du locker bleibst.

CHRIS: Ich sehe weder Kaffee noch Kuchen. Soviel zum Thema Vorbereitung.

TS: Es ist nicht üblich, dass ein Protagonist seinen Autor befragt. Ist wie eine Verdrehung der Synapsen.

CHRIS: Tut`s weh?

TS: War das schon die erste Frage?

CHRIS: Willst du testen, ob ich heute cool genug bin, oder was?

TS: Werde mich hüten und nein es tut nicht weh.

CHRIS: Du hast RUNA geschrieben?

TS: Ja.

CHRIS: Wie kam es dazu?

TS: Ich hatte schon immer viele Geschichten im Kopf. Eines Tages wollte eine ganz besondere Story aus mir raus und ich setzte mich hin und begann dieses Abenteuer zu schreiben.

CHRIS: Ich habe gehört, dass du RUNA im Eigenverlag produziert hast. Stimmt das und warum?

TS: Ja es stimmt. Und warum? Weil ich die Rechte daran nicht aus der Hand geben will und die RUNA Design Linie durchziehen kann, ohne dass mir wer dreinredet. Die Motivation von Indie Projekten ist ja mittlerweile schon bekannt und nachvollziehbar.

CHRIS: RUNA soll auch ins Kino kommen?

TS: Ja, es ist angedacht, aus RUNA ein Big Movie zu machen. Ebenfalls eine TV-Serie. RUNA hat auch das Potential für Theater und Oper.

CHRIS: Ich denk mal laut darüber nach welcher gutaussehende Schauspieler meine Rolle übernehmen könnte.

TS: Komm mal wieder runter, Chris. Selbst ich könnte dich spielen und hab‘s auch bereits schon vollbracht.

                             DieterDblau

CHRIS: Um dir ein Musterbeispiel an Disziplin zu geben, ignorier ich deine letzte Wortspende aktiv. Sieht, ich reg mich null auf.

TS: So war es ausgemacht.

CHRIS: Weiter im Text. Wieso gibt es zwei gedruckte Versionen von RUNA?

TS: Die streng limitierte „First Reader Special Edition“ ist die Version des Buches vor Letztschliff. Es ist nicht nur ein schönes Buch, sondern auch eine Eintrittskarte für ein tolles Fest.

CHRIS: Fest ist genau mein Ding. Wie komme ich zu der Special Edition?

TS: Sie wird nur an ausgewählte Personen unter speziellen Auflagen vergeben.

CHRIS: Sehr mystisch. Geht’s genauer oder soll ich mir den Rest denken?

TS: Denk an unsere Abmachung. Du bleibst cool und ich antworte.

CHRIS: Also?

TS: Näheres werden wir in Kürze auf unserer Facebook Seite bekanntgeben.

CHRIS: Da war die Disin informativer als du. Das heißt schon was.

TS: Ein wenig Spannung gehört schon dazu. Du fängst ja auch nicht ein Buch von hinten zu lesen an.

CHRIS: Doch.

TS: Manchmal frage ich mich wirklich warum ich dich erfunden habe.

CHRIS: Ich war schon immer da. Tief in dir. Jetzt bist du erschrocken, gell?

TS: Wenn du jetzt wieder kluge Fragen stellen würdest, wäre ich dir sehr verbunden.

CHRIS: Ein strategischer Ausweicher?

TS: Ein Interviewabrecher, wenn du nicht wieder sachlich wirst.

CHRIS: Eine Frage hab ich noch auf meinem Zettel.

TS: Ja?

CHRIS: Aber ich stell dir eine andere.

TS: Ok.

CHRIS: Warum sollten die Leute RUNA kaufen? Und komm mir nicht mit sicherer Geldanlage in Krisenzeiten.

TS: RUNA ist ein spannendes und unterhaltsames Werk mit authentischen Protagonisten, in dem der Humor auch nicht zu kurz kommt. RUNA ist auch ein Gesamtkunstwerk vieler Indies mit neuen Ansätzen zur Verbindung von Kunst, Kultur, Sport, Abenteuer und Business.

CHRIS: In Kurzform bitte.

TS: Mit Ihrem Kauf unterstützen sie ein nachhaltiges innovatives Projekt.

CHRIS: Kürzer.

TS: Saugeiles Buch.  ( http://dipiana.com/runa/?page_id=117 )

CHRIS: Danke. Das war es schon wieder für heute. Du kannst dich schon wieder entspannen.

TS: Gibt es noch ein weiteres Interview?

CHRIS: Ja, da geht’s um deine Recherchen, besonders die wissenschaftlichen Hard Facts. Aber das ist nicht mein Ding, deshalb wird dir DDr. Key und Prof. Angelis die Fragen dazu stellen.

TS: Darauf freu ich mich schon. Bis bald.

CHRIS: Auf was du dich freust, ist mir herzlich egal. Jetzt zum Abschluss wollt ich dir schon immer mal reinsagen, was du nicht für ein Vollhammer bist. Wie kommst du dazu, mir so etwas anzutun? Kannst du mir nicht eine Rolle in einem Entspannungsvideo der hedonistischen Gazellen schreiben? Nein, der Herr muss mich ja … Schau dir an wie ich ausseh` …

TS: Gut. Ich wollte jetzt sowieso weiterschreiben. Da fang ich doch mal mit dir an.

CHRIS: Du machst jetzt aber keinen Blödsinn? Tu`s nicht!

Interview TS vs RUNA

Autoren Interview mit Tom Schopper:

RUNA: Hallo Tom. Wie lange schreibst du schon Bücher?

TS: Servus Neugierige. RUNA ist mein Erstling.

RUNA: Wie lange hast du am Epos geschrieben?

TS: Für das erste Buch des Epos brauchte ich sechs Jahre inklusive ausführlicher Recherchen. Die Fortsetzung steht kurz vor dem Finish und nahm etwa neun Monate in Anspruch.

RUNA: Welchem Genre würdest du das RUNA – epos zuordnen?

TS: Hast du keine besseren Fragen?

RUNA: Die kommen noch. Also?

TS: RUNA ist ein Fantasy-, Abenteuer-, Spannung- und SF Roman mit sozialkritischem Hintergrund.

RUNA: Manche sagen, dass RUNA in den Dialogen manchmal sehr … authentisch ist. Wie stehst du dazu?

TS: Mir gehen die Bücher/Geschichten auf die Nerven in denen alle Protagonisten aus dem Ei gepellt sind und sich in einem einheitlichen Sprachmuster bewegen.

RUNA: Das ist ja gut.

TS: Du kannst mir nicht einreden, dass ein Mensch, dem dauernd nur Schlechtes widerfährt, der vor den größten Herausforderungen seines Lebens steht, ein: “Oh frohlocket, ich liebe die Herausforderung!“, ruft, wenn zum x-ten Mal sein Pech im Mittelpunkt der Geschichte steht.

RUNA: Das ist nachvollziehbar. So gesehen …

TS: Eine Besonderheit ist auch, dass sich die Protagonisten in der Geschichte weiterentwickeln.

RUNA: Ich sehe, dass du von der Geschichte voll begeistert bist. Was ist besonders an RUNA?

TS: Als Besonderheit würde ich den Umstand bezeichnen, dass der Leser jedes Buch des Epos nach dem Lesen, mit den neu gesammelten Informationen, erneut erleben kann.

RUNA: Wie? Ich kann RUNA öfters lesen und immer etwas Neues darin entdecken?

TS: So ist es. RUNA mehr als eine Geschichte. Davon erzähle ich dir später mehr.

RUNA: Gerne. Zu Abschluss des ersten Interviews würde ich noch gerne etwas mehr über die Person Tom Schopper erfahren.

TS: Ich rede nicht so gerne darüber, denn die Geschichte ist wichtig, ich bin es nicht.

RUNA: Ich helfe dir. Wie alt bist du Tom?

TS: Um die 50.

RUNA: Dein beruflicher Werdegang?

TS: 25 Jahre Offsetdrucker dann Raftguide, Outdoor Trainer und zert. Wanderführer.

RUNA: All diese Erfahrungen finden sich im Runa-epos wieder?

TS: Ja. Und die eines sehr bewegten Lebens. Das wäre und wird eine Geschichte für sich, an der ich bereits arbeite.

RUNA: Danke für die Zeit, Tom.

TS: Gerne Geheimnisvolle. Wer führt das nächste Interview mit mir?

RUNA: CHRIS      ^^

RUNA Urban Survival Tipps 3 & 4

 

Urban Survival Tipp 3:

Was gehört noch in deinen Notfall Flucht Rucksack hinein?

Orientierung:
+ Karten von deinem Gebiet.
Wenn du ein klares Fluchtziel hast besorg dir gute Wanderkarten vom gesamten Weg. Je niedriger der Maßstab umso besser. Mit Karten ab dem Maßstab < 1:50.000 kannst du sogar in der Diritissima durch die Landschaft ackern. (Anmerkung: siehe —>
http://dipiana.com/runa/?page_id=110)

 

Österreichkartentipp:
Für mich persönlich sind die Karten des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen die genauesten Wanderkarten. Hier sind teilweise noch alte Wald und Forstwege eingezeichnet. Dies kann sich bei einer Flucht als sehr hilfreich erweisen, damit es dir nicht wie Joe Coone (aus RUNA – die letzten tage) ergeht.

+ Einen Kompass oder eine Bussole.

+ Eine Armbanduhr mit Zeigern.
Aufziehen kostet keinen Strom und die Himmelsrichtungen kannst du mit einer analogen Uhr bestimmen (Folgt in TIPP 11 – 12)

Tipp im Tipp:
Vergiß eine Zeit lang dein GPS und übe dich im Umgang mit Kompass und Karte. Lass den Pfadfinder in dir endlich wieder raus. Zu Beginn immer nur mit ausgebildeter Begleitung! Selbst im Wienerwald kannst du dich verirren, wenn du immer nur im Kreis läufst. Früher stoppte dich der ungarische Grenzer, jetzt haben wir Schengen und die Wege sind lang. (Update: Jetzt läufst du nach wenigen Kilometern in einen Stacheldrahtzaun hinein).

 Schutz:
+
Ein Klappmesser mit einer teilgezahnten Klinge.

+ Signalpistole – erhältlich im Bootsbedarf.

Von jeder anderen Waffe rate ich Laien ab. Jede Waffe die du mitführst kann auch gegen dich verwendet werden.  Die meisten schweren Verletzungen und Todesfälle entstehen durch unsachgemäßen Gebrauch, daher braucht es besonders für Schusswaffen jahrelanges Training. Ich bin mit John Wayne Filmen aufgewachsen, solche Szenen will ich in meiner Umgebung nicht haben und auch nicht im Halbdunkeln für den Taliban gehalten werden, der anschließend mit drei Bauchschüssen niedergestreckt wird.

Tipp für die Begegnung mit anderen Menschen:
Wenn du aus der Stadt fliehen musst hat das sicher einen berechtigten Grund gehabt, wie totaler Zusammenbruch aller Systeme, längerer Stromausfall durch Sonnen-Flares, Aufstände und sämtliche Szenarien die in diese Richtung gehen. So oder so, du bist auf dich alleine gestellt und begegnest auf deiner Flucht Menschen. Menschen, um die du schon im normalen Leben einen Bogen gemacht hättest. Menschen, die keinen vollen Rucksack besitzen. Menschen, deren Verstand schon in normalen Zeiten mehr als bedenklich war.
Kurzum, in der Krise zeigt sich der wahre Charakter der Menschen.
Halte dich von Menschenansammlungen, solange dein Rucksack noch gut gefüllt ist, fern. Gib niederen Charakteren keine Chance ihren Neid noch mehr zu schüren und verhalte dich dem entsprechend ruhig. Sieh dir die Gruppe genau an, am besten unbeobachtet und finde heraus wer die Führung hat. Wer seine direkten Helfer sind und wie die anderen auf die Führung reagieren. Mit etwas Menschenkenntnis und einem funktionierenden Bauchgefühl kannst du dich dann entscheiden ob du dich anschließt oder von ihnen fernhältst. Bedenke noch, dass die bisherige Führung der Gruppe eventuell einen Machtverlust befürchten und gegen dich agieren könnte.

 

 

Urban Survival Tipp 4:

Jetzt haben wir schon jede Menge wichtige Dinge eingepackt (ausser Nahrung) um die erste Woche in der Natur zu überleben. Unser Rucksack, in unserem Fall ein 35 – 50 Liter Trekking Teil mit wasserdichten Schutzüberzug, wird jetzt immer voller und schwerer. Spätestens jetzt wird einem die eigene körperliche Fitness immer wichtiger, aber für ein ergonomisches Aufbautraining ist es jetzt zu spät. Daher ist es wichtig, dass du bei den Ausrüstungsgegenständen auf das Gewicht achtest.

Was gehört noch in deinen Notfall Flucht Rucksack hinein?

Bekleidung:
Wer gern nackig durch das Gemüse ackert und die Bio-Herrgott-Schlapfen nicht missen möchte, von dem möchte ich mich gleich an dieser Stelle verabschieden (Tschüß), denn so wird er auf Dauer nicht glücklich werden. In der Natur, in unserem Fall auf der Flucht, sind schwere aber dennoch leichte Bergschuhe mit fester Sohle angesagt.
Eine lange Hose und lange dicke Socken. Vor Wanderungen durch das Dickicht und Wiesen schlage die Socken über die Hose. So hast du weniger Probleme mit den Zecken (gemeine Holzbock).

Wir packen daher mit in den Rucksack ein:
Eine Reservehose (feste Outdoorhose mit stabilen Aussentaschen)
2 Paar Wandersocken
2 Langarmshirts (atmungsaktiv)
1 Baumwollhemd
2 Paar normale Sportsocken
2 Dreiecktücher (damit kannst du dir ein Kopftuch oder eine Armschlinge basteln)
1 dünne winddichte Überjacke
1 Sturmhaube (gibt`s beim Motorradbedarf oder beim Demoausstatter ums Eck)
1 Paar Handschuhe
2 Sonnenbrillen

Etwas Platz haben wir noch in unserem Rucksack, aber bevor wir ihn ganz anfüllen, dass dir beim Tragen die Augen rauskommen, widmen wir uns noch kurz dem wichtigsten Transportmittel in dunklen Zeiten.
Nein, nicht der S-Bahn, sondern deinen Füssen.

Nutze jede längere Rast zur Fußpflege!
Halte deine Schuhe und Socken immer trocken!

Ein Tipp für den ungeübten Flüchtigen:
Zehennägel – das größte unterschätze Teil Hornhaut seit dem Aussterben der Saurier. Schneide sie vor dem Marsch, sodass sie nicht über die Zehen ragen. Frag nicht weiter nach warum, tu es ganz einfach, du könntest im Worst-Case echt draufgehen wenn sich dein Nagelbett entzündet, jeder Schritt zur absoluten Pein wird und die Blutvergiftung schon Hallo ruft.

Wenn du das Abenteuer gut überstanden hast, denke kurz an mich und RUNA. Am besten du liest das Epos, denn da kommen die meisten Tipps in einem Abenteuer verpackt spannend zum Einsatz.

www.runa-epos.com

 

RUNA Urban Survival Tipps 1 & 2

 

Survival Tipp 1:

Ich musste lange überlegen mit welchem Text ich meine Urban Survival Tipps beginne. Die Wahl war zwischen erlebten Abenteuer, nüchterne Kurzbeschreibung und Auflistung der wichtigsten Dinge welche dich auf deiner Flucht aus der Stadt begleiten sollten. Nachdem ich vor Verzweiflung meinen Kopf mehrfach auf die Tischplatte einschlagen ließ, mischten sich die Dinge, die Notwendigkeiten und der Ablauf der Ereignisse, sodass es klar wurde wie denn nun der Aufbau der Geschichte sein sollte.
Egal ob deine Flucht nun wegen Aufständen, Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung, einem GAU in Grenznähe oder einem Superflare (ab X56) initiiert war, du musst aus der Stadt raus um der zügellosen Anarchie zu entkommen. In diesem Fall ziehen entweder marodierende Gruppen umher oder du musst durch Stadtgebiete durch, welche von moralbefreiten Banden kontrolliert werden. Hierbei wünsche ich dir gutes Gelingen. Die Logik rät zur frühen Flucht aus der Stadt, denn die Gruppen und Banden werden mit jedem Tag organisierter und größer. Da wäre es doch gut wenn du bereits schlankes Gepäck, logischerweise mit dem Wichtigsten bepackt, und einem Basiswissen gesegnet bist welches dir Überleben in freier Natur für die ersten vier Wochen garantiert? Ja? Super, jetzt haben wir bereits den kleinsten gemeinsamen Nenner gefunden und schreiten hurtig zur Tat.

Wie reinige ich unterwegs Wasser?

Was pack ich in den Rucksack?

Trinkbares Wasser ist extrem wichtig, daher wird dieses Thema immer wieder in meinen UST Erwähnung finden.

 

Wasserfilter Marke Eigenbau.

Alles, was du dazu benötigst, ist:
Kies, Kohle, Sand, Stoff.
Chemische Substanzen werden nicht ausgefiltert! Die Kohle killt Bakterien, Kies, Sand und Stoff filtern die Schwebstoffe und den Dreck heraus.
Am besten verwendest du eine leere Plastikflasche dafür. Nur den Boden wegschneiden, Kies, Stoff, Sand, Kohle und nochmals Kies darauf (genau in der Reihenfolge) und schon ist der Survivalfilter Marke Eigenbau fertig. Mit einer Schnur kannst du deinen Filter auf einem Ast oder Ähnlichem aufhängen.

FAQ:

Wo finde ich im Wald Kohle?
Aus dem Lagerfeuer der letzten Nacht.

 

Wo den Kies, den Sand und muss ich jetzt zerschneiden mein Gwand?
Auf Sand und Kies stehst du. Ein kleines Loch im Waldboden reicht, am besten sieh bei einem umgefallenen Baum nach, an den Wurzeln bzw. Im Loch findest du Kies und den hellen Sand ebenso.

Für den Stoff musst du dir nicht Löcher in deine Hose oder Hemd schneiden. Wenn du wirklich nichts anderes zur Hand hast, dann nimm die Innentaschen deiner Hose. Musst dir nur merken wo jetzt das Loch im Sack ist.

 

Werden Kleinstschadstoffe und radioaktive Teilchen bei dieser Methode ebenfalls herausgefiltert?
Nein. Manche Keramikfilter, in Kombination mit UV Filter schaffen das aber die hohen Anschaffungskosten (ab 300.-), der große Platzbedarf (wie eine 2L Flasche), das Gewicht (um 1000g), die Austausch-Filter (2 bis 3) und der Energiebedarf (UV Filter), sprechen eine klare Sprache.

 

Wenn ich die Flaschen an den Baum hänge, sieht das nicht dämlich aus?
Nüchtern betrachtet, sicher. Vorweihnachtlich könntest du ein nettes Lied im Takt der gereinigten Wassertropfen summen, aber hüte dich vor dem Ohrwurm last Christmas.

 

 

 

Survival Tipp 2:

Flucht aus der Stadt und du musst ein paar Tage in freier Natur verbringenwas sollte unbedingt in deinem Notfall Rucksack sein?

Alufolie:
Daraus kannst du dir nicht nur eine Grillwanne, einen Trichter, einen Spiegel, einen Reflektor und allerlei praktisches Gerät basteln, sondern es ist auch ein hervorragender Hitzeschutz. 1 -2 Rollen (40 Meter) haushaltsübliche Alufolie dürfte für die 1. Woche reichen.

 

Erste Hilfe Set:
Im Allgemeinen reicht ein normales Kfz-Erste-Hilfe Set pro Person. Zusätzlich würde ich noch: Eine große Aluschutzdecke, Schmerztabletten (keine wasserlöslichen – die sind nach dem ersten Morgentau oder Regen nicht mehr zu gebrauchen. Hast du immer Wasser dabei?), zusätzliche Gummihandschuhe, Medikamente gegen Durchfall (am besten Kohletabletten – die kannst du zur Not auch für den Wasserfilterbau, siehe Tipp 1, verwenden. Wirken aber langsamer), eine etwa 5 cm breite und 1 m lange Bandschlinge (zum Abbinden von stark blutenden Wunden), 5 Pakete Druckverband und Mullbinden, Desinfektionsflüssigkeit (zum Waschen der Hände VOR Behandlung), ein Messer z.B. für das Zuschneiden der Bandschlinge auf die richtige Länge, Nadeln und Zwirn und ein kleines Naturheilmittel Handbuch mit in den Rucksack einpacken. Vorab könntest du jetzt schon einen Erste Hilfe Kurs besuchen. Dieses Wissen kannst du immer brauchen.

Licht und Wärmequellen:
LED Taschenlampe mit eingebautem Kurbelgenerator, kleine bat. LED Leuchte, 6 Feuerzeuge, Reservebatterien, kleine Packung Grillanzünder, Zund (Papier, Watte zum Anzünden eines Lagerfeuers) und eine kleine Stirnlampe.

Einige Holzschwämme und die dünne Außenrinde der Birke brennen auch nass recht gut, aber in Not, bei Wind und Regen, greifst du besser in dein wasserdichtes Plastiksackerl, holst den Grillanzünder oder den Zund heraus und zündest dir damit ein wärmendes Feuer an.

Es gibt noch allerhand geiles Zeug, aber bedenke: In Mitteleuropa gibt`s keine Sherpas, du musst deinen Rucksack selber tragen!

 

Weitere Tipps folgen laufend. Sie sind auch in einem spannenden Abenteuer (653 Seiten) verpackt auf: http://dipiana.com/runa/?page_id=117. In jeder Buchhandlung (Österreichs und Deutschlands) zu bestellen.

 

 

Fotos RUNA Original-Schauplätze (Der Dunkelwald)

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RUNA Urban Survival Tipps – Einleitung

Meine Lieben.

Um das Ende der Welt (unserer Erde) rankten sich schon allerlei Gerüchte. Alleine ich habe bereits 3 bis 4 angekündigte Weltuntergänge überlebt, manche von euch auch schon mehr. Fazit der Überlebenden: Gott, dass wir nicht jeden Dreck geglaubt haben. Nun ist es wieder einmal so weit. Zeitgleich zum Weltuntergang wurde der ESM unterschrieben, weil ja eh schon alles egal ist, nehmen wir noch schnell ein paar neue AKWs in Betrieb und lösen, wenn es sich noch ausgeht, die Mittelschicht komplett auf. Und siehe da, du befindest dich im RUNA Ausgangsszenario.

Welche Gefahr droht uns, außer, dass wir immer wieder schweigen und den seltsam Regierenden immer mehr Macht in die Hände legen?

Sonnenflares. 1859 bereits geschehen, kann es jederzeit zu einem totalen Blackout aller elektrischen Systeme kommen. Was dann passiert, kannst du dir sicher ausmalen. Nein?

Stell dir ganz einfach eine Welt ohne Strom vor, ohne Kühlung der AKWs, ohne Wasser und Benzin, ohne Telefon und Internet, ohne Heizung, ohne Kommunikation und ohne Verpflegung. Das ist schon eine Herausforderung für sich, aber wenn jetzt auch noch eine Portion Aufstand und Anarchie hinzu kommt, ist dein Leben nicht mehr so, wie es zuvor war. Sofern du die ersten Wochen überlebst. Dafür habe ich euch meine Urban Survival Tipps zusammengestellt. 
Hier erfährst du:
Wie du deinen Notfallrucksack richtig zusammenstellst und packst, wie du Wasser findest und es trinkbar machst, wie du dich bei Begegnungen mit anderen Menschen verhalten kannst, wie du eine trockene Unterkunft selbst herstellst, auf was du in freier Natur achten musst, wie du ein Feuer machst und auf was du dabei aufpassen musst und vieles mehr.

In meinem RUNA die letzten Tage siehst du anhand der Erlebnisse einiger Protagonisten, wie du es am besten machst, aber auch was passiert, wenn du ahnungslos durch die Endzeit ackerst.

RUNA ist übrigens in jeder Buchhandlung in Österreich und Deutschland zu bestellen, ebenso auf www.runa-epos.com und amazon.de .

Viel Spaß wünscht Tom S. aus W.

 

 

Weitere Leseproben.

Einen wunderbaren Montag, meine Lieben.
Heute hat mich der Deibel geritten und ich habe beschlossen euch eine Leseprobe (vor Schluss-Korrektorat) von “RUNA - the Forgotten” online zu stellen. Es ist `the story before`und … liest selbst.
Viel Spaß!

“RUNA III”
© By Tom Schopper

Ein ROMAN der RedTroll Serie

KAPITEL 1

Sein Kopf schmerzt seit geraumer Zeit nicht mehr, traurig aber ohne sichtbare Emotionen zählt er die scharfen Messer auf dem Tisch vor sich. Kurze Blitzlichter seines bisherigen Lebens huschen vor seinem geistigen Auge in harter Einzelbildfolge, hin und her.
Das Klopfen an der Türe registriert nur sein Unterbewusstsein, aber es gibt die Infos nicht mehr weiter, denn es ist bald soweit.
Bald …
Das Telefon hat er schon ausgeschaltet, ganz wie sich selbst.
Über sein 36 jähriges Gesicht huscht ein kurzes Lächeln, als er im Film seines Lebens die Geburt seiner Tochter sieht, dicht gefolgt von den vielen Versprechen der Frauen in seinem Leben, die ihm versprachen, ihn nicht anzulügen. Sein Gesicht wird hart und er schlägt sich mit der Faust ins Gesicht, denn er will nicht weinen … nie mehr wieder.
Er beugt sich mit einem leisen Stöhnen vor und dreht die Stereoanlage lauter, denn es spielt Falco … Out of the dark.
Wieder huscht ein leichtes Grinsen über sein Gesicht, … the dark … der Platz wo er bald sein wird. Der Platz, an dem es keine Lügen oder falsche Geschichten gibt. Keine Verleumdungen, keine Menschen, die nur sich selbst sehen.
Nach seiner Theorie sollte er in seiner Wunschwelt aufwachen … nachdem er sich für ein Messer entschieden hat.
Bald …
Neben den großen Messern liegt ein leeres Blatt Papier, mit ausdrucklosen Augen starrt er nun darauf.
Eigentlich wollte er seinen letzten Willen darauf schreiben, aber nun merkt er, dass er eigentlich gar nichts zu vererben hat. Wieder huscht ein Lächeln über sein leeres Gesicht.
„Wixxer!“, lacht er, als er an die Schulden denkt, die er bei den Banken hat. Als er vor Jahren seinen Job verlor, setzten sie ihn auf eine verbotene Bankenwatchlist und er bekam nirgends mehr ein Girokonto. Also Arbeitsverbot … sie wollen ihr Geld und verbieten bzw. erschweren dir das Arbeiten.
Er findet, dass er in so einer Welt nix verloren hat. Das ist nicht sein Planet. Dabei hatte es doch vor Kurzen so ausgesehen, dass er seine Traumfrau gefunden hatte, aber leider hatte es nur so ausgesehen.
Bald …
Er starrt weiterhin auf den Zettel und dann wieder auf die Messer, nicht, dass er Angst vor dem letzten Schritt hat. Nein, er kann sich einfach noch nicht entscheiden welches Messer er nehmen soll.
Soll das Raftguidemesser, das von IKEA oder das Militärmesser der Fahrschein für die letzte Reise sein? Dann bleibt sein Blick wieder auf dem leeren Blatt Papier kleben.
Nein, ohne geistreiche Wortmeldung will er nicht gehen. Er möchte es ihnen noch einmal sagen, was er von ihnen und ihrem Tun hält. Aber er ist sich nicht mehr ganz so sicher, ob er dies eigentlich noch will.
Nicht das Benutzen der Messer, sondern das Schreiben.
Er dreht Falco noch lauter auf, bis seine Nachbarin gegen die Mauer klopft, aber die soll ihren Schlitz halten, denn sie singt von früh bis spät. Opern, Mezzosopran, also die Stimmlage, in der die Gläser zerbrechen.
Wieder huscht ein Lächeln über sein Gesicht, denn er denkt daran, dass er sicher erst in 3-6 Monaten gefunden werden wird. Zeit genug, um hier die Hütte bleibend zu verstinken. Freunde hat er kaum, viele sagen sie sind es, aber keiner fragt nach, wie es ihm geht oder ob er noch lebt. Freunde eben.
Nur einer ist aufrecht … Walter. Zwar immer auf Achse aber dennoch ohne Lüge … eine Ausnahme.
Vielleicht wird er ihn eines Tages in seiner Welt treffen. Die Welt, die er bereit ist, demnächst zu betreten. Swartalfhaim.
Er hat dort noch etwas zu erledigen, aber das erzähle ich euch später, wenn es sich noch ausgeht … zeitlich … denn ich werde mit ihm gehen.
Dorthin wo die Sonne niemals scheint. Dorthin wo Kreaturen herrschen, die selbst den Teufel der katholischen Kirche sich spontan anpissen lässt. Vor Angst natürlich.
Swartalfhaim ist nicht das letzte Ziel seiner Reise, aber dort hofft er den Hort der Lügen und des Bösen zu finden, das alle Welten mit dunklem Schleier belegt.
Eigentlich sollte er schon seit vier Jahren tot sein, eigentlich …
Bald …
Er spürt, wie sein Magen wieder zu zucken beginnt, und ihm der blutige Durchfall die Innenschenkel herab läuft. Es scheint ihm egal zu sein, denn dorthin wo er gehen will braucht er nicht gut gekleidet zu sein. Swartalfhaim.
Bald …
Der Zettel vor ihm ist noch immer leer, im Gegensatz zu seinem Kopf. Dort herrscht jetzt reger Betrieb, soll er noch eine Schuldzuweisung abgeben? Nein … Sein Leben, seine Schuld.
Swartalfhaim …
Bald …
Aber vielleicht doch ein kleiner Seitenhieb auf die korrupte Gesetzgebung oder Polizei. Nein. Sein Leben, seine Schuld.
Er schließt die Augen, es spielt Falcos “kann es einmal Liebe sein?“ Eine weitere Träne verlässt sein Auge, der zweite Schlag sitzt besser als der Erste und die Tränen versiegen.
Er nimmt den Stift in die Hand und beginnt mit krakeliger Schrift zu schreiben …

Die Geburt

Hell, kalt … brrr. Wieder zurück will. Geht nicht. Frau mit ruhiger lieber Stimme streichelt meinen Kopf und meinen Rücken. Mutter.
Kalte Hände nehmen mich weg von der warmen Stimme. Die Hebamme.
Noch kältere Hände packen mich in eine warme Decke. Die Kinderschwester. Wenn dies so weitergeht, greift mich die ganze Menschheit an. Bin müde, schlafen will, schlafen tue.
Eine dunkle liebe Stimme weckt mich zugleich mit einem brennen im Bauch. Papa und Hunger. Papa hab ich lieber. Schneller Entschluss nie bereut.
Wieder die liebe helle Stimme. Mama. Komme auf Mamas Haut, etwas Warmes wird mir in den Mund gedrückt. Mamas Nippel. Logo, ich sauge, was der Unterdruck hergibt. Lecker. Mama mag ich auch.
So geht es die ganze Zeit. Der Himmel.
Plötzlich wird es hell. Ein großer Mann, viel größer als Papa füllt mein Gesichtsfeld ganz aus. Wo ist Mamas Nippel?
Statt Mamas Nippel nimmt der Mann seinen glänzenden Hut ab. Es sind große Federn darauf. Er sieht mich liebevoll an, dass ich sofort mit dem Weinen aufhöre.
„Du bist es also“, sagt er zu mir, was will er bloß von mir? Ich will Mamas Nippel, trinken und spielen.
Er legt seinen glänzenden Hut neben mich, der Hut ist so groß, dass ich ganz hineinpasse.
Er riecht nach Schweiß, ich nach Kacke.
Wo sind die kalten Hände, die mir meinen Arsch immer so liebevoll abwischen, bevor sie mich in die kratzende Windel stecken? Und wo sind verdammt noch mal Mamas Nippel? Ich hab Hunger, Durst und ich brauche Liebe.
Der große Mann nimmt mich in seine Arme, mir wird schlecht, aber ich kotze nicht. Mamas Nippelmilch geb ich nicht her. Der lange Lulatsch wiegt mich hin und her, ich protestiere, aber er scheint mich nicht zu verstehen. Dafür beginnt er ein sanftes Lied zu singen.

„Freya, hegen yse Hedentra.
Regin, Fafnir, Heimdallar.
Har un up en Midgardir,
Thund en har en Loddfafnir.
Magni, Modi han Ödrörir,
Sleipnir en han gallopir.
Wali, Fenris, Odin en Walkür,
Gjallr starir, Wallhal en Einherjer,
Rangnarok han hel fririr.“

Mann werd ich müde, das Lied gefällt mir, aber warum läuft Wasser aus den Augen des großen Mannes mit dem silbernen Hut? Und wo ist Mama?
Schritte an der Türe, sicher Mama mit ihren Nippeln, die mir meinen Hunger nehmen. Der Mann legt mich schnell wieder in mein kleines Bett. Er nimmt seinen silbernen Hut und setzt ihn sich wieder auf. Ich sehe wie an der Vorderseite seines komischen Hutes ein großes X rot leuchtet.
Er küsst mir meine Augen und große Wärme fährt wellenartig durch meinen kleinen Körper. Seine Augen leuchten kurz in hellstem Weiß auf, es blendet mich und ich weine.
Er beugt sich nochmals über mich und flüstert mir seltsame Worte in meine kleinen, kitzeligen Ohren.
„Thar han upp reis er han aptr of kom … Vergiss es niemals.“

Ich habe keine Ahnung was er von mir will, aber der Hut gefällt mir. Da geht die Türe auf und er wird immer durchsichtiger, bis er ganz weg ist. Weinend protestiere ich, ich wollte den Hut meiner Mutter zeigen. Meine erste Enttäuschung des Tages, die zweite folgt am Fuße, denn es sind nicht Mutters Nippel, die durch die Türe auf mich zukommen. Sondern eine alte Frau mit ihren kalten Händen. Sie erzählt mir, dass ich ein kleiner Stinker bin und sie wischt mir die Kacke brutal, mit kalten Händen, von meinen Hintern. Ich protestiere.
Meine Frage ob Mama heute noch mit ihren guten Nippeln vorbeikommt, scheint diese Frau mit den kalten Händen nicht zu verstehen. Egal, ich schlaf einmal eine Runde, denn für heute war eindeutig zuviel los. Aber ich will diesen glänzenden Hut zum Spielen haben. Ich verkneife mir die Frage danach, denn hier scheint mich außer Mutter keiner so richtig zu verstehen?
Das Lied des großen Mannes mit den hellen Augen geht mir nicht mehr aus dem Kopf.
„Hegen yse Hedentra.
Regin, Fafnir, Heimdallar.
Har un up en Midgardir, …“

Schlaf der traumlosen Art. Zumindest sehen die Drachen in meinen Träumen so echt aus, dass ich es real empfinde. Aber warum weiß ich dies alles? Bin doch erst grade einen Tag alt und kann mir nicht mal selbst ein Essen bestellen.
Ich pinkle in meine grobe Stoffwindel und nass fühlt sie sich gar nicht so schlecht an. Mein Daumen findet den Weg alleine in meinen Mund und ich übe an ihm für Mamas Nippel. Wo bleibt sie denn so lange?
Die Drachen fliegen aber lustig und sie fliegen über viele große Männer, die alle einen silbernen Hut aufhaben, so wie der Mann der so lieb gesungen hat. Große Stofftücher werden vor den Männern mit den silbernen Hüten hergetragen. Mann, hoffentlich bekomme ich bald was zu essen, noch kämpft der Hunger gegen die Müdigkeit an, noch …

Jetzt

Er starrt auf den vollen Zettel, er kann sich nicht mehr erinnern, was er geschrieben hat, aber er will es nicht durchlesen. Mit einem Stöhnen legt er den Stift weg und kramt die letzte Zigarette aus der nun leeren Schachtel. Hastig zündet er sie an, er bemerkt, dass seine Hände zu zittern beginnen, er wirft das Feuerzeug hinter sich, denn nun braucht er es nicht mehr. Tief inhaliert er seine scheinbar letzte Zigarette, sie schmeckt genauso beschissen wie die Tausende zuvor.
Er lächelt, denn bald ist er ewiger Nichtraucher.
Bald …
Er steht auf und geht zu seinem Kühlschrank, er hat großen Durst bekommen. Wie zu erwarten ist der Kühlschrank leer, wie zumeist.
Er hat schon lange kein Geld mehr, seit die Banken ihm das Arbeiten massiv erschwert haben, weil sie ja ihr Geld zurückwollten … sonderbare Logik … aber bald … Swartalfhaim …
Er nimmt sich statt dem erhofften Fruchtsaft, ein Glas kaltes Wasser und trinkt es mit einem Zug aus.
Ahhh, tut das gut.
Bald …
Langsam mit schweren Schritten, die die Last sichtbar macht die auf seinen Schultern drückt, schlurft er zu einem alten Schreibtisch zurück. Er starrt die Messer auf dem Tisch an und ergreift das Raftingmesser und klappt es zusammen. Zuviel schöne Erinnerungen sind mit diesem Teil behaftet. Natur, Sport, ehrliche Menschen, hartes Wildwasser, kein Platz für Lügner und Blender … Nature rules.
Nein nicht mit diesem. Er steckt es liebevoll in seine Hosentasche und lächelt ein wenig. Sein linkes Auge ist komplett zugeschwollen, gut so, keine Träne verlässt es mehr. Nicht in diesem Leben.
Bald …
Swartalfhaim … Surt …
Bald …

Kindheit

Volksschule, die ersten Narben von Mitschülern und religiösen Lehrern. Katholiken, Juden, Atheisten … sie kennen nur eines, schlagen, schreien, fertigmachen. Gut, das ich zum Lernen da bin. Anscheinend wissen die es noch nicht, aber es passt gut zu den Schlägen, die ich daheim bekomme. Mutters Nippel sind gegen Mutters strenge Erziehung ausgetauscht worden. Es macht nix, die Welt in meinen Träumen ist schöner. Und noch immer zeigen sich in den Träumen Männer mit silbernen Hüten, die sich als schlichte Nordmannhelme herausgestellt hatten. Sie gefallen mir immer noch.
Nur die Besuche des Fremden sind weniger geworden, er kommt nicht mehr regelmäßig. Immer seltener werden seine Besuche, aber was er zu sagen hat merke ich mir gut.
Er meint, dass ich es einmal brauchen werde.
Wenn er es meint, glaube ich ihm, denn er hat mich noch nie angelogen. Er sagt mir nie, was ich tun muss oder was ich lassen soll. Er sagt mir nur, dass ich mich nicht fürchten soll.
Das will ich ihm gerne glauben.
Der fette Pater XXXX und der Psychoklassenvorstand Rxxxx machen mir keine Angst mehr. Und wenn sie sagen, dass ich eine wertlose Kreatur bin, glaube ich es ihnen nicht, denn der große Mann sagt mir immer etwas anderes. Und ihm glaube ich mehr als allen Kinderschändern in Lehrergestalt.
Wien – Schule … geht vorbei. Ich lebe seelisch noch, andere in meiner Klasse schalten sich ab. Plopp und weg.
Ich kann es nicht, weil ich nicht darf. Der große Mann sagt mir, dass ich stark bleiben muss, denn ich hab noch angeblich viel vor mir. Na gut, ich bleibe auch stark als ich in die XXX in Wien Lxxxx gehe. Hier ändert sich außer, dass die körperliche Erniedrigung in eine psychische Folter mutiert, nichts. Egal, ich fürchte mich auch nicht, als sie mich zum Schulpsychiater schicken, denn sie wollen mich loswerden. Ich frage zu viel nach, dafür sind die Lehrer hier nicht ausgebildet. Drum können sie schnell lesen und groß an der Tafel schreiben.
Überraschung, nix ist es mit Rausschmiss wegen Dummheit, sie stellen einen hohen IQ fest, und somit fliege ich wegen Überbegabtheit.
Toll, aber ich fürchte mich nicht.
Direktorin Mxxxxs und Fachlehrerin Txxxr geben mir in dieser Schule den Rest. Also muss der Kluge ungebildet bleiben in dieser Welt, die Dummen bleiben, und gehen dann in die Politik.
Dort können sie wenigstens keinen großen Schaden anrichten … Lacht.
Irgendwie funktioniert die Evolution bei den Menschen nicht mehr so richtig. Egal, ich fürchte mich nicht.
Ich reagiere mich beim Fußballspielen ab, in der Schulmannschaft schieße ich mit 10cm Plateauschuhen 9 Tore am großen Spielfeld, am nächsten Tag werde ich vom FC-XXXX entdeckt und darf dort auch recht brav ballern. Und …
… ich fürchte mich nicht.
Auch nicht, als ich rausgeschmissen werde, weil ich einem Dummkopf namens Gxxxx die Meinung gesagt habe. Sein Vater sponsert den Verein, und er will mich nicht mehr. Ok, der beste Kicker der Unterliga Süd geht. FC XXXX steigt ab und ich gehe lieber in den Urwald, der gleich an unsere Wohnhäuser grenzt, spielen. Abenteuer, Lager und Baumhausbau. Bis wir, meine Kumpel und ich, einen alten Zugang zu einer uralten Ruine entdecken. Sie führt in die alte Brauerei XXXXX.
Es sind noch die alten verrosteten Maschinen darin und es geht, wie wir später entdecken 5 Stockwerke in den Keller. Angeblich war es im 2. Weltkrieg eine alte Flugzeugersatzteilsfabrik. Gerüchte unter den Kindern laufen, die besagen, dass eine alte STUKA noch im letzten Untergeschoß steht. Wir suchen zwei Jahre den Zugang in die Untergeschoße, wir finden ihn endlich in einem alten Bunker, auch ein paar Schädelknochen und deutsche und russische Feuerwaffen, die leider zu verrostet sind, um damit Unfug anzustellen.
Wir betreten Welten, die voll mit Spinnweben und dunkler Schatten sind, Orte, an denen kein Echo vordringt und Kammern, in denen der Tod noch riechbar ist. Wir kommen immer tiefer, im 3. Jahr sind wir schon im 4. Untergeschoß und hier finden wir viele Knochen – Ex Menschen.
Und ich fürchte mich nicht.
Genau am dem Tag, an dem wir uns auf eine große Expedition in das 5. Untergeschoß aufmachen wollen, verursachen kleine Kinder einen Großbrand in der Ruine, und die Feuerwehr versiegelt alle Eingänge. Unseren Frust lassen wir an den Burschen der konkurrierenden Nachbaranlage aus. Jede Menge blaue Augen … hüben wie drüben … und ich fürchte mich nicht.
Am nächsten Tag gehe ich alleine zur Ruine zurück, und finde einen geheimen Zugang. Ich muss 200 Meter durch einen engen Schacht auf dem Bauch robben, bis ich in der großen nach Brand riechenden Haupthalle stehe. Ich checke alle Taschenlampen, es sind fünf. Die Batterien, es sind 34, meinen Wasservorrat, es ist eine Feldflasche und mein Pfadfindermesser, es ist stumpf. Ich bin bereit und fürchte mich … nicht.

Jetzt

Die Entscheidung kommt immer näher, es liegen nur mehr zwei Messer auf dem Tisch. Ikea und Militär, welch Unterschied. Das eine funktionell das andere nur scharf.
Ist es für die letzte Reise nicht egal?
„Nein! Ordnung muss sein!“
Er erschreckt, weil er seine Gedanken laut ausruft. Er hofft, dass er im Haus gehört wird, damit sie was zum Reden haben. Er hört ihre Stimmen, nicht die Stimmen der Menschen in seinem Wohnhaus, nein. Stimmen der Vergangenheit, vor seinen geistigen Augen tauchen die passenden Gesichter dazu auf. Gesichter, die er schon lange nicht mehr gesehen hat. Es sind auch Gesichter darunter, von Menschen, die er eigentlich nie mehr in seinem Leben sehen wollte. Gesichter, die er nur einem Wort zuordnet … Lügner.
Er denkt nach über das Phänomen der Lügen, warum tun dies Menschen? Sie schaffen sich ja dadurch eine Parallelwelt, in der sie sich bald nicht mehr zu Recht finden werden. Alles verschwimmt dort, ist nicht mehr fassbar, nicht mehr verlässlich, nicht mehr liebenswert. Warum tun sie das?
Er zuckt mit seinen Schultern. Ihr Leben, ihre Schuld … diesmal nicht seine. Er entspannt sich sichtbar, und wieder läuft Blut aus seinem Hintern. Diesmal ist es ihm unangenehm. Er überlegt kurz, ob er sich waschen soll, aber dann hört er wieder die Stimmen.
„Jeder kackt sich beim Suizid an, also was machst du dir Sorgen?“
Er nickt und es ist ihm egal. Mit einem lauten Stöhnen setzt er sich wieder vor seine Messer und starrt sie an. Aber sie reden nicht zu ihm. Kein „nimm mich“. Lauter Entscheidungen … bis zuletzt … aber …
Bald …
Stimmen der Vergangenheit offenbaren sich in seinem müden Gehirn. Stimmen, die er längst tief vergraben glaubte. Die Stimmen zaubern Erinnerungsfragmente in seinen Kopf und er beginnt sanft, mit seinem Oberkörper zu wippen. Seine Augen füllen sich mit Tränen.
Nein, es ist nicht die Angst vor dem kurz Bevorstehenden, sondern es ist etwas anderes. Etwas was tief in ihm vergraben war. Etwas was er nie erwecken wollte.
Dieses Etwas schien auf den geeigneten Zeitpunkt jahrzehntelang gewartet zu haben. Er hört abrupt mit dem Wippen auf und beginnt hemmungslos zu weinen. Sein dünner Körper erzittert unter der Wucht der Erinnerungen. Er sieht die Messer auf dem Tisch nicht mehr, denn seine Augen sind voller Tränen, die sich bereits ungehemmt ihren Weg – der Schwerkraft folgend – über seine Wangen bannen. All dies bemerkt er nicht mehr. Seine Hände beginnen zu zittern, immer stärker, bis das Zittern auf seinen ganzen Körper übergeht. Er bemerkt auch nicht mehr, dass er vom Sessel fällt und auf dem harten Zimmerboden aufschlägt. Schaum tritt aus seinem zuckenden Mund und seine Augen verdrehen sich, bis nur mehr das Weiß sichtbar ist.
Eine tief in seinem Unterbewusstsein verankerte Erinnerung bricht durch und das epileptische Zucken sind deren Wehen. Er hat das Hier und Jetzt verlassen und sein Geist bewegt sich durch die Zeit zurück. Zurück auf …

Die 1. Halle

„Mach endlich die Taschenlampe an“, höre ich eine helle Stimme hinter mir zischen. Es ist kalt und nur durch einen kleinen, weit entfernten Spalt, dringt ein schmaler Lichtschein durch die Dunkelheit.
Ich drehe mich um und bemerke dabei, dass ich eine schwere Taschenlampe in meinen Händen halte. Wie automatisch drehe ich sie auf und der Lichtstrahl, der sich wie ein heller Finger durch die Dunkelheit bohrt, erhellt auch meine nähere Umgebung. Ich erkenne drei Gesichter. Gesichter, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe, Gesichter aus einer anderen Zeit.
Gesichter aus meiner Kindheit. Mir wird schwarz vor den Augen und ich falle.

Jetzt

Schweißgebadet wacht er auf. Er bemerkt, dass er auf einem harten Holzboden liegt. Seine Augen schmerzen und es dauert etwas, bis sie sich wieder an das Licht gewöhnen, dann erkennt er, dass er in seinem Wohnzimmer liegt. Jeder Muskel schmerzt, als er sich mühsam aufrappelt und langsam aufsteht. Sein Kopf dröhnt als wäre er am Tag nach einem kapitalen Vollrausch erwacht.
„Was war das?“, fragt er sich selber, aber es ist niemand da mit dem er einen Dialog führen kann.
Mühsam setzt er sich wieder an seinen Tisch und betrachtet die Messer, die dort liegen. Er starrt sie an aber sie geben ihm immer noch keine Antwort. Den Gedanken sich jetzt eine Kopfschmerztablette einzuwerfen verwirft er mit einem kleinen Lächeln, denn es wäre ja sehr sonderbar sich am Tag seines Suizids noch um Kopfschmerzen Sorgen zu machen. Die ultimativen Tabletten liegen auf dem Tisch vor ihm. Seine Messer.
Er fragt sich, warum diese Erlebnisfragmente ihn jetzt heimgesucht hatten. Die Geschichte mit dem Leben, welches in einem Film vor einem sterbenden Menschen ablaufen soll, amüsiert ihn kurz. Denn er hat sich immer noch nicht entschieden, welches Messer es tun soll. Also vom Sterben noch etwas entfernt. Er zuckt mit seinen Schultern und starrt wieder die Messer an. Ikea oder Militär?
Gedankenverloren erhebt er sich mit einem lauten Stöhnen, dann bewegt er sich mit schleppenden Schritten auf den kleinen LCD Fernseher zu und wie automatisiert schaltet er ihn ein. Sofort plärrt lautstark Werbung durch die kalte Wohnung. Kurz zuckt er zusammen, dann schaltet er mit einem lauten Fluchen auf einen anderen Kanal. Das Programm dort ist auch nicht besser, denn irgendein Politiker erklärt gerade, in einer live Sendung, dass die Bürger mehr Moral zeigen sollten. Mit einem Tritt verschafft er dem TV-Gerät ewige Befreiung, eigentlich hat er genau auf das Gesicht dieses Trottels gezielt.
„Welche Moral? Die Moral, die ihr Verbrecher uns vorlebt?!“, schreit er dem sterbenden Fernseher hinterher. Müde schlurft er wieder auf seinen Sessel zu, und kurz bevor als er sich setzen will, sieht er wieder das Gesicht eines seiner Jugendfreunde, welches er in seinem Tagtraum, oder was auch immer das auch war, gesehen hatte.
Der Name des Jungen liegt ihm auf der Zunge, aber er fällt ihm nicht mehr ein. Kurz schweifen seine Gedanken weiter ab. Schweifen in eine Zeit, in der er noch ein kleiner Junge im Alter von 11 Jahren war. Eine Zeit, die ihm als schön in Erinnerung geblieben war. Eine Zeit, in der er sich geborgen gefühlt hatte. Eine Zeit in der er noch …
Er stutzt kurz, denn irgendetwas stimmt hier nicht. Wie kann ihm nur der Name des Jungen entfallen sein? Er, der sich immer an fast alles aus seiner Jugend erinnern kann. Demenz und Co hatten Gott sei Dank einen großen Bogen um ihn gemacht, aber das wäre jetzt auch schon egal. Er schielt wieder auf den Tisch und sieht die Messer. Seine Hand schnellt nach vor und packt das Ikea Messer. Fragend starrt er es an, dann wirft er es wieder auf den Tisch zurück.
„Das muss genau überlegt sein“, sagt er wieder selbst zu sich. Seine Gedanken machen einen weiten Sprung in die Zukunft und er sieht die Männer der Bestattung die seinen Leichnam aus der kalten Wohnung abholen. Er hört auch die Gespräche zwischen den beiden Beamten. Genau vernimmt er die höhnischen Bemerkungen, die ihn lächerlich erscheinen lassen.
„Mit einem Ikea Messer, stell dir das vor. Wie tief muss man sinken, um sich das anzutun?“, sagt Beamter A.
„Egal pack an, damit wir schnell nach Hause kommen“, antwortet B.
„So eine arme Sau“, seufzt A und packt mit an.

Das reicht ihm, weit reißt er seine Augen auf. Nein, dies will er nicht. Früher war ihm immer egal gewesen was andere über ihn denken und sagen, aber jetzt …
„Nein!“, schreit er auf und schnappt sich das Ikea Messer und schleudert es quer durch den Raum. Zitternd bleibt es in der Holztüre stecken.
„Na also“, murmelt er und schnappt sich beim Niedersetzen das Militärmesser und klappt es andächtig auf. Ohne viel zu überlegen setzt er es an seinem linken Handgelenk an. Er sieht fasziniert zu, wie die scharfe Messerspitze in die Haut eindringt und ein kleiner Blutstropfen aus der kleinen Wunde herausquillt. Hörbar tief atmet er ein und schließt die Augen.
Er ist bereit sich das Messer in die Hand zu rammen und sich die Schlagader vom Ellbogen bis zur Handwurzel aufzuschlitzen.
„Drei … zwei …“, er beginnt, den Countdown seines Todes zu zählen.
„Und eins macht …“
„Günther!“, schreit er. Wie aus dem Nichts ist ihm der Name des Jungen wieder eingefallen. Das Messer fällt ihm aus der Hand, mit einem lauten Klirren landet es auf dem Fußboden. Das Klirren hört er nicht mehr, denn er ist in sich zusammengesackt. Sein Kopf liegt regungslos vorneüber auf seiner Brust, die Hände hängen schlaff an seiner Seite herab. Und aus der kleinen Wunde fällt ein einsamer Blutstropfen auf den Boden.

Der Durchgang

Geblendet wenden sich meine drei Begleiter vom Lichtstrahl ab.
„Leuchte nach vor!“, ruft Günther und gib mir zugleich ein „Beindi“ auf den rechten Oberarm.
„Au! Spinnst du komplett?“, rufe ich zurück, aber Günther ist es egal, er setzt gerade zum zweiten Schlag gegen meinen Oberarm an. Diesmal geht der Hieb ins Leere, denn ich bewege mich mit einem schnellen Schritt vorwärts und leuchte die große Halle vor uns aus. Uralte verrostete Maschinen, von denen keiner mehr sagen kann, zu welchem Zweck sie einstmals dienten, geschweige denn, wie alt sie waren. Jahrzehntealter Rost hat seine Arbeit gut gemacht und die Gebilde aus Eisen und Stahl zu surrealen Kunstwerken der Dunkelheit werden lassen. Der Lichtschein meiner Taschenlampe zaubert bizarre Schatten auf die Ziegelmauern der Halle. Langsam bewege ich mich weiter und auch Günther hat sein Interesse an meinem Oberarm verloren, denn er versucht Anschluss zu halten. Zugleich drängen ihn die beiden anderen Jungen schneller weiterzugehen, denn sie sehen kaum etwas in der Dunkelheit.
„Wohin gehst du denn?!“, höre ich eine helle Stimme weit hinter mir rufen und ich bleibe stehen.
„Na da entlang“, dabei leuchte ich mit meiner Taschenlampe direkt auf einen Durchgang, der zu einer anderen Halle führt.
„Da kommen wir nicht weiter! Gehen wir wieder nach rechts, dort, wo wir schon mal hinuntergekommen sind!“, ruft eine weitere helle Stimme.
Es ist Norberts Stimme, ich erkenne sie, ohne hinzusehen, denn Norbert ist, der erste von uns der vom Stimmbruch heimgesucht wurde. Ich verkneife mir ein Lachen und versuche laut und klar zu sprechen. Denn ich habe die Taschenlampe und gehe voraus.
Und fürchte mich nicht.
„Ich hab mir das nochmals genau angesehen!“, rufe ich zurück.
„Ja und?!“, ruft der dritte Begleiter.
Der Strahl meiner Lampe leuchtet weiterhin in die Richtung, in die ich gehen möchte.
„Hier muss noch ein weiterer Durchgang sein, da bin ich mir sicher!“, rufe ich nun laut, denn ich hoffe, mit Lautstärke meine Zweifel zu unterdrücken. Jetzt nur keine Schwäche zeigen, sage ich mir, denn ich will die Führung nicht abgeben.
„Also, ich will lieber den alten Weg gehen. Ich bin mir sicher, dass wir einen Abgang übersehen haben!“, ruft nun wieder Norbert, der sich mir nähert. Er will mir sicher die Taschenlampe aus der Hand nehmen und deshalb gehe ich, ohne auf weitere Proteste zu achten, schnell weiter. Ich habe die Lampe und wenn die Drei in der Dunkelheit den Weg alleine zurückgehen wollen, dann können sie es so haben.
Zuviel Zeit haben wir schon mit der Suche nach dem Abgang in das 5. Untergeschoss verschissen. Nun ist es Zeit einen anderen Weg zu suchen. Ich war gestern alleine hier und habe hinter einer der großen verrosteten Maschinen einen Durchgang gefunden. Einen Durchgang, den wir noch nicht komplett erforscht hatten. Ich weiß, dass nach einigen Metern eine Mauer den Durchgang versperrt. Darum haben wir uns nicht mehr weiter um diese Wegoption gekümmert. Damals, als wir begonnen hatten diese gewaltige Ruine, am Rande des großen Auwaldes, zu erforschen.
Wir wollten schon viel früher auf Entdeckungsreise gehen, aber unsere Mütter, besonders die meine, bestand damals darauf, dass wir uns alle zwei Stunden persönlich daheim melden mussten. Es hatte den Anschein, dass sie genau wussten, was wir vorhatten. Ich habe einmal darauf vergessen mich in der vorgeschriebenen Zeit zu melden und musste danach drei Wochen Hausarrest absitzen.
„Kommt ihr Hosenscheisser!“, rufe ich während ich wieder dem Strahl der Lampe, in Richtung des Durchganges, folge. Meine Begleiter protestieren ein wenig, aber sie haben genug zu tun, um mir zu folgen. Ein kurzes Lächeln huscht über mein Gesicht.
Und während ich weiterleuchtend voranschreite … fürchte ich mich nicht.

Jetzt

Kälte.
Mühsam öffnet er seine Augen. Er braucht Vier Versuche, dann gelingt es ihm, die schweren Augenlider einen kleinen Spalt zu öffnen. Seine direkte Umgebung scheint wie in einem dicken Nebel gepackt zu sein. Umrisse seines Tisches, der sich direkt vor ihm befindet, zeichnen sich verschwommen ab. Ein helles Rechteck hebt sich vom dunkelbraun seines Holztisches ab. Es dauert einige Momente, bis er realisiert, dass er sich wieder in seiner kalten Wohnung befindet.
Mühsam, mit einer schier unmenschlichen Kraftanstrengung, hebt er seine rechte Hand und wie ein Roboter auf Meskalin, lässt er die Hand auf den Tisch fallen.
Ein dumpfes Klatschen gepaart mit einem kleinen Schmerz dringt durch den Raum und sein Gehirn. Er spürt die glatte Oberfläche des Papiers und er erinnert sich daran, dass er ja etwas schreiben wollte. An das kann er sich noch tief in seinem Gehirn erinnern. Seine rechte Hand versucht den Zettel zu nehmen um ihn sich vor seine, noch immer zu schmalen Schlitzen geformten Augen, zu führen. Ein Anfall von Unwohlsein überkommt ihn, da er außer seiner rechten Hand nichts bewegen kann. Weder kann er seine Augen weiter öffnen, noch seine linke Hand zur Hilfe nehmen. Er will fluchen, aber seine Zunge fühlt sich an als wäre sie ein eigenständiger Organismus, der sich gerade im Tiefschlafmodus befindet. Er spürt, wie ihm der Speichel im Mund zusammenläuft und nur unter größter Anstrengung kann er die schleimige Ansammlung störender Körperflüssigkeit hinunterschlucken. Es kratzt, aber er lenkt seine ganze Aufmerksamkeit auf seine rechte Hand, die noch immer versucht das Papier irgendwie festzuhalten. Nach mehrmaligen Anläufen schafft er es den Zettel zu packen. Das Knistern des Papieres durchdringt die unheimliche Stille des kalten Zimmers.
Er spürt, wie ihm der Schweiß den Rücken herab läuft. So sehr er sich auch bemüht seine Augen weiter zu öffnen, es gelingt ihm nicht. In seinen Gedankenreflektionen sieht er sich auf dem Sessel in seinem Zimmer sitzen. Unfähig sich zu bewegen, unfähig die Augen weiter zu öffnen und unfähig sich akustisch bemerkbar zu machen.
Die leichte Panik geht ansatzlos in Verwirrung über. Er fragt sich, ob er beim Suizidversuch etwas falsch gemacht hat und er nun gelähmt bleiben wird. Aber das Gefühl des Papiers, welches er in seiner rechten Hand hält, lässt ihn diesen Gedanken verwerfen. Verwerfen, aber nicht ruhiger werden. Unbewusst umklammert er diesen Zettel wie ein Ertrinkender den Rettungsring. Er versucht tief einzuatmen. Dabei schmerzt seine Brust als würden Tausende Dämonen darauf sitzen. Er nimmt alle seine Kraft zusammen. Dies ist wahrlich nicht viel und hebt mit einem verzweifelten Ruck seine rechte Hand. Als er bemerkt, dass ihm dies Unterfangen gelingt, kommt wieder Hoffnung in ihm auf und er geht noch einen Schritt weiter. Er hebt wie in Zeitlupe die Hand mit dem Zettel und führt sie ganz nahe an sein Gesicht heran. Kurz, nachdem die Hand, mit dem Zettel, die Kälte des Tisches verlassen hat, kommt wieder etwas Hoffnung auf. Langsam, unendlich langsam nähert sich die Hand seinen Augen. Er kann nun schemenhaft erkennen, dass etwas auf dem Zettel geschrieben steht. Während er weiter versucht das Blatt Papier noch näher zu seinen kaum geöffneten Augen zu bringen, drehen sich seine Gedanken um andere Dinge.
Was steht darauf? Und vor allem: Wer hat auf dem Zettel geschrieben?
Denn er kann sich an nichts mehr erinnern. Das Letzte, an das er sich noch erinnern kann, ist, wie er das Militärmesser genommen und es sich an seinem Handgelenk angesetzt hat. Er weiß auch genau, warum er das getan hatte. Aber es fehlt ihm, so sehr er sein wirres Gehirn noch zermartert, die Erinnerung daran, dass er noch etwas geschrieben hat. Aktiv unterbricht er seine Gedankenreflektionen, bevor sie sich noch weiter verselbstständigen und er wahnsinnig wird, und widmet sich weiter seiner rechten Hand, die nun immer klarer im Nebel seines Gesichtsfeldes auftaucht. Er kann nun auch einige Buchstaben auf dem zerknüllten Zettel erkennen, aber mehr als ein paar krakelige Buchstaben kann er nicht darauf ausmachen, dafür ist der Zettel zu zerknittert und noch zu weit von seinen Augen entfernt.
Mitten in der Hoffnung, es so zu schaffen, verlassen ihn die Kräfte und seine rechte Hand fällt, der Schwerkraft folgend, herab. Aus den Augenwinkeln sieht er wie der Zettel aus seiner Hand gleitet und auf den Holzboden fällt. Die Hoffnung fährt aus seinem Leib und sein Kopf landet wieder auf seiner Brust, dabei schließt er resignierend seine Augen. Er atmet sehr flach, denn der Druck auf seiner Brust hält noch an. In seinem Kopf beginnen sich die Gedanken, nun der Kontrolle beraubt, zu verselbstständigen. Wirre Wortfetzen und Satzfragmente hallen durch seinen Schädel. Es scheint als hätten all seine Synapsen zugleich auf Kommunikation geschaltet.
So sehr er sich auch bemüht Ordnung in das Chaos zu bringen, es gelingt ihm nicht. Er resigniert und lässt aus. Nun ungebremst beginnen die Stimmen in seinem Kopf, die unzusammenhängenden Wörter lauter zu werden. Sie entwickeln, wie aus dem Nichts einen Rhythmus, eine Melodie der sinnlosen Wörter. Hilflos wie ein Passagier in einem abstürzenden Flugzeug, des aktiven Eingreifens beraubt, gibt er sich dem nahen Wahnsinn hin.
„adewuf … erfewt … frib … fre … Freya … ya … Freya hegen yse Hedentra. Regin, Fafnir, Heimdallar. Har un up en Midgardir, Thund en har en Loddfafnir. Magni, Modi han Ödörir, Sleipnir en han gallopir. Wali, Fenris, Odin en Walkür, Gjallr starir, Wallhal en Einherjer, Rangnarok han hel fririr.“
Stille
Er spürt die Tränen welche ihm nun ungehemmt aus seinen fast blinden Augen treten. Auch bemerkt er, dass er wieder etwas denken kann, dass ihm die Stimmen in seinem Kopf wieder einen Platz zum Denken lassen. In dem Moment, als er sich fragen will, was das alles war und woher er diese Melodie und dieses Lied kennt, brüllt eine helle Stimme in seinem Kopf:
„Was hast du getan?!!!“

Unbekanntes Terrain

Der Strahl meiner Taschenlampe huscht über den Boden. Ziegelfragmente, Dreck und alter verrotteter Müll werfen bizarre Schatten. Es riecht penetrant nach Moder und Schimmel. Erst ein lauter Ruf einer Kinderstimme lässt meinen Forschergeist zügeln.
„So wart doch!!!“, brüllt einer meiner Begleiter hinter mir her.
Ich bleibe stehen und leuchte zurück. Im Lichtkegel der Lampe sehe ich, wie Robert mit Kreide etwas an die feuchte Ziegelwand schreibt.
„Was machst denn Depperter?!“, rufe ich ungedudig.
„Hier waren wir noch nie!“, ruft Robert zurück und steckt das Kreidestück wieder zurück in die Seitentasche seiner schmutzigen Jeans.
Neugierig gehe ich zurück und leuchte die Wand an. Der Strahl der Lampe beleuchtet einen Pfeil und ein Wort.
„Für was soll denn das gut sein?“, frage ich Robert.
„Das mache ich bei jeder Abbiegung. Oder willst du Depp dich hier verirren?“, gibt Robert zur Antwort.
„Gute Idee“, sagt Norbert, der sich zwischen mir und Robert drängt und mir ansatzlos ein Beindi auf den rechten Oberarm gibt.
„Au!“, und ich gebe Norbert einen Schlag mit der Taschenlampe, die daraufhin kurz aussetzt.
„Mach die nicht kaputt!“, ruft Norbert, der sich synchron mit mir den Oberarm reibt.
„Dann hättet ihr eben nicht auf eure Lampen vergessen sollen“, gebe ich zur Antwort und leuchte wieder die Wand mit Roberts Gekraxel an.
„Du weißt, dass meine Mutter wie ein Wachhund ist und mich jedes Mal kontrolliert, wenn ich in den Hof spielen gehe“, wirft Norbert ein.
Ich erinnere mich, dass auch meine Mutter, wenn nicht schlimmer in der Kontrolle ist. Aber ich lasse das Argument nicht gelten, denn ich habe es schlussendlich ja auch geschafft die Taschenlampe, die Reservebatterien und das Pfadfindermesser außer Haus zu schmuggeln.
„Ist mir doch egal!“, gebe ich zur Antwort und leuchte die Wand weiterhin an.
„Was Besseres hast nicht schreiben können?“, frage ich Robert und leuchte auf das große „Fut“, das Robert unter dem Pfeil geschrieben hat.
„Kümmer dich um deinen Scheiss. Gemma jetzt weiter oder was? Ich muss um fünf wieder daheim sein“, zischt mir Robert ins Gesicht und ich drehe mich etwas beleidigt wieder um und übernehme wieder die Spitze. Ich bin nicht wegen der Wortmeldung beleidigt, sondern, weil ich keine Kreide mitgenommen habe. Dass mir Robert seine borgt, damit ich auch etwas Ordinäres an die Wände schreiben kann, verwerfe ich, denn unter uns wurden selten wichtige Dinge wie: Kreide, Taschenlampe, Messer u.ä. hergeborgt. Das waren die wertvollsten Schätze unserer Zeit.
Ich trete frustriert einen Stein, der im Dunkel vor mir verschwindet. Seltsamerweise macht er keine großen Geräusche. In den anderen Durchgängen und Hallen, die wir kannten, herrschte immer ein großes Echo, aber hier war etwas anderes. Ich will meine Freunde fragen ob sie es auch bemerkt haben, da höre ich Günther rufen, der das Ende der kleinen Karawane übernommen hatte.
„Was ist, gemma lieber Fußball spielen in den Käfig. Hier ist es mir zu kalt!“
„Feigling“, zischt Norbert, der dicht hinter mir geht.
Günther protestiert, aber seine Proteste gehen im Gesang der Freunde unter:
„Hosenscheisser, Wadelbeisser.“
Ich spüre, dass Günther irgendwie recht hat, aber ich will mir jetzt keine Blöße geben. Ich will nicht ausgespottet werden. Trotzdem spüre ich den Forscher gegen den Kicker in mir noch einige Schritte kämpfen. Ich überlege mir auch kurz, ob ich nicht einen Defekt der Taschenlampe simulieren soll. Aber der Forscher in mir gewinnt und ich gehe nun etwas schneller weiter, bis ein großer Schutthaufen das Weitergehen scheinbar unmöglich macht.
Hier ist der Durchgang zusammengestürzt. Ich atme erleichtert auf, denn nun brauche ich keinen Lampendefekt mehr vorspielen, ich sehe mich schon im Sonnenschein Fußballspielen. Da reißt mich ein:
„Da auf der rechten Seite ist ein Loch frei!“, von Norbert, aus der Vorfreude.
Ich verfluche ihn.
Gedanklich natürlich, wiederwillig leuchte ich mit der Lampe auf den oberen, rechten Rand des Schuttkegels, der sich bis unter die Decke erstreckt. Im Schein der Lampe tut sich ein etwa zwei Meter breiter Schatten auf, der bei genauerer Betrachtung ein Loch sein kann. Nun gewinnt der Forscher vollends und ich steige so schnell ich kann, den Schuttkegel, der etwa sechs Meter hoch ist, hinauf. Als ich oben angekommen bin, schwitze ich trotz der Kälte, die hier vorherrscht, denn ich brauchte drei Schritte um einen einzigen vorwärtszukommen.
Ich leuchte in den dunklen Schatten und es ist wirklich ein Loch. Hinter mir höre ich die drei Freunde keuchen und ich rieche Norberts schlechten Atem, so knapp steht er hinter mir.
„Was ist, willst budern?“, fahre ich ihn an.
Ich bekomme keine Antwort, sondern ein weiteres Beindi auf den rechten Oberarm. Der Schmerz fährt mir bis unter die Schädeldecke und ich überlege kurz, ob ich Norbert die Schutthalde hinunterstoßen soll, aber ein Ruf Günthers unterbricht meine gedanklichen Racheaktionen.
„Da wird meine Hose voller Dreck, das mache ich nicht!“
Ich kenne Günthers Mutter und ich kann ihn gut verstehen, denn meine ist auch so drauf, aber ich will mir keine Blöße geben. Mehr Beindis halte ich nicht aus, und besonders, dass ich dann als Mädchen bezeichnet werde, will ich nicht erdulden.
„Scheiß dich nicht so an Günni“, zischt Robert.
Günther drängt sich an der Gruppe vorbei und steht keuchend neben mir. Ich bemerke, wie er auf die Lampe greifen will und weiß, was er damit vorhat.
„Nein!“, fahre ich ihn an.
„Wir sind jetzt endlich einmal hier und haben einen neuen Weg gefunden. Vielleicht kommen wir so in das fünfte Untergeschoss. Willst nicht den STUKA sehen?“, füge ich noch hinzu und beuge mich weiter vor, damit ich besser in das Loch leuchten kann.
„Bitte, ich will wieder raus hier“, höre ich Günther flüstern, aber ich tue so als überhöre ich es.
Robert hat es aber gut gehört und will gerade Günther wieder als Mädchen bezeichnen, da fahr ich ihm hart in das Wort.
„Halt ja die Klappe!“
Da ich mindestens um einen Kopf größer als Robert bin, hält er seinen Mund. Ich halte aber meine Taschenlampe fester, denn ich bin mir nicht sicher ob Günther sie mir nicht entreißen wird, damit er von hier abhauen kann. Nein, im Dunkeln will ich nicht den Weg, obwohl ich ihn nun kenne, zurückgehen.
„Ruhe, da ist was!“, ruft nun Norbert und wir alle schweigen.
Gerade als ich mich über Norbert lustig machen will, höre ich es ebenfalls.

Jetzt

Ihm wird schwarz vor den Augen und kleine Lichtblitze des nahenden Kreislaufkollapses zeigen sich. Er nutzt seine wiedererlangte Gedankenfreiheit und denkt sich:
„Was ist los?“, und fällt aus seinem Sessel. Mit einem lauten Krachen schlägt er auf dem harten Boden auf. Da er kein Gefühl in seinen Händen hat, kann er sie zur Sturzmilderung nicht einsetzen. Also bremst seine Stirne den Sturz. Es dröhnt erfahrungsgemäß laut in seinem Kopf, und bevor er ohnmächtig wird, sieht er den Zettel direkt vor seinen Augen. Was er lesen kann, sind nur ein paar Worte:
„Günther lebt“, und die Ohnmacht umfängt ihn.

So meine Lieben, das wars für heute.
Euer Tom S. aus W.